3.04.2006 - Wochenendreport |
Ich muss jetzt mal meiner dicken Luft
freien Lauf lassen. Unglaublich, man einem dieses Wochenende versauen
konnte. Erst lädt die Scuderia Ferrari mich nicht zum „Ferrari
Diner“ am Freitag Abend ein und dann vergiss BMW-Sauber mir meinen
VIP-Pass fürs das Rennwochenende rechtzeitig zu zu senden. So
musste ich mich dann unter den Stehplatzpöbel mischen. Einfach
unfassbar.
Also begann mein Rennwochenende um 7
Uhr im Zug Richtung Melbourne. Früher Vogel fängt den Wurm,
dachte ich und bin deshalb sehr früh zum Albert Park
aufgebrochen um mir meinen Platz in Turn 9 und 10 zu sichern. Das hat
sich allerdings als Panikmache herausgestellt, da es recht leer war
und ich noch in Ruhe hätte ausschlafen können.
Zudem habe ich mir für Shorts
entschieden, was ein Fehler war, da ein arschkalter Wind durch den
Park zog, der mich mit Schauern gepaart fast umgebracht hätte.
Links und Rechts am Himmel war alles blau, nur über uns zog in
einer Tour eine Fronte schwarzer Wolken. Als ich im Regen stand, sah
ich auf der Videoleinwand, dass sie drüben in der Boxengasse
mit Sonnenbrille und T-Shirt ihrer Arbeit nachgingen. Sehr verrückt
das Wetter. Gegen Nachmittag kam auch manchmal die Sonne durch,
weshalb ich die ganze Zeit zwischen Regenjacke und Sonnenbrille hin
und her wechselte. Nach 2 Stunden Wind und Wetter ausgesetzt, wurde
alles sehr schnell vergessen, als die Boxengasse öffnete und die
Wagen auf die Strecke fürs dritte freie Training an diesem
Wochenende sind. Als dann auch offensichtlich wurde, dass aufgrund
der nassen Strecke Massa und Co ihre Boliden in „meiner“ Kurve
rausdrehten, wurde klar, ich war richtigen Punkt der Strecke.
Allerdings war ich etwas enttäuscht, denn aufgrund der neuen V8
statt V10- Motoren hat die Formel 1 schon etwas von ihrem klassischen
Sound eingebüßt. Um 12 Uhr war dann das Training beendet
und ich bin zu den Showbühnen und Zelten, wo diverse Sponsoren,
ihre Stände hatten und es überall was zu sehen , erleben
und gewinnen gab. Sehr schön alles aufgemacht, so kam keine
Langeweile zwischen den Sessions auf.
Allerdings wollte man mich weder in die
Ferrari-Vodaphone-Lounge, noch in BMW-Sauber-Lounge lassen.
Unverschämtheit! Ich glaube, die wissen wohl nicht, mit wem sie
es zu tun haben.
Deshalb habe ich dann am Samstag nach
dem Qualifying und allen Shows das Gelände verlassen, wollte ja
den Sonntag in voller Pracht erleben.
Am nächsten Tag eine Stunde später
zur Strecke habe ich mich mal wieder verkalkuliert, denn ich war zu
spät da. Alle guten Plätze belegt von tanzenden
Kolumbianern und Ferraristi und campenden McLaren-Fans. Ich fande
dann meinem Platz am Hügel in mitten einer Gruppe besoffener
Iren. War echt lustig irgendwie. Dort musste ich dann ausharren.
Stehend ohne Bewegung. Hätte ich mich da meinen Platz verlassen,
hätte ich das Rennen vergessen können. Ich stand echt in
letzter Reihe. Aber der Platz hatte sich mal wieder gelohnt. Etliche
Rennen vorweg bis es dann um 14 Uhr an der Start ging. Eine einfach
unglaublich Atmosphäre. Als alle gebannt auf den Videomonitor
starrten um den Start zu sehen, kehrte die berühmte Ruhe vor dem
Sturm ein. Dann gingen die Lichter aus und das Rennen startete. Alle
begannen zu klatschen und zu jubeln, während man ein Dröhnen
von der anderen Seite des Sees hörte. Und es wurde immer lauter,
bis dann das Feld auf am Horizont auftauchte und zum ersten mal in
der Rennpace vorbeiheizte. Ohrenbetäubender Lärm von den 21
Wagen und den tausenden von Zuschauern. Richtig interessant wurde es
dann, als nach ca. 20 Minuten Klien unmittelbar in unserem Sichtfeld
die Mauer berührt und ungebremst auf zujagte um seinen
RedBull-Ferrari in den Reifenstapel zu setzen. Der Einschlag ist
ungefähr 10 Meter vor mir passiert und als der auf uns zuschoss,
dachte ich, jetzt ist es aus. Ein Einschlag, ein lauter Knall,
aufgewirbelter Staub in der Luft und ein letztes Aufheulen des
Motors. Alles jubelte und applaudierte, allerdings gab es doch einen
hinter mir, der fragte, ob er in Ordnung ist. Ich dachte, der muss
tot sein, nach so einem Crash, aber stieg aus seinem Wagen aus und
winkte dem immernoch gröhlenden Publikum zu. Als nach Alonsos
Sieg alle Wagen von der Strecke waren, wurde die Strecke gestürmt
von allen Zuschauern. Hunderte strömten zum Einschlag von Klien
um ein Teil seines Boliden zu finden, allerdings haben die Stewards
alles ordentlich aufgeräumt vorher. Also machte ich mich auch
auf die Strecke, und es ist krass, was die Ideallinie mit der Strecke
macht. Da klebt wirklich richtig viel Gummi auf der Strecke, so dass
es quietscht, wenn man mit Turnschuhen drüberläuft. Ich
machte mich dann Richtung Start und Ziellinie auf, wo man die Teams
beobachten konnte, wie sie alles aufräumten. Die Boxengasse war
der einzig abgesperrte Bereich, aber man war trotzdem hautnah dran.
Mir als altem Fan ging natürlich das Herz auf, alles mal aus
nächster Nähe betrachten zu können. Hab mich gefreut
wie Bolle, als ich es dann noch irgendwie geschafft habe, mich in ein
Partyzelt, wo man nur mit Spezialausweis reinkam, irgendwie
reinzuschmuggeln. Ich hab mich einfach in eine Gruppe gemischt, die
anstand. Ich hab zwar nur irgendeinen generellen Small-Talk mit
denen gehalten, aber es hat gereicht, dass mich der Türsteher
mit denen reinliess. Dort ging die Hölle, eine richtig geile
Party. Allerdings kam ich mir bei den ganzen Reichen und Schönen
mit meiner Kellogs-Regenjacke und zerissenen Shorts dann doch etwas
deplaziert vor, aber was solls.
Nach 2 Stunden um 7 Uhr wurde die Party
dann verlegt, aber ich habe nicht verstanden wohin. In irgendeinen
Club, wo ich dann nicht mehr mit bin, da mich der Fahrer vom
Bus-Shuttle nach meinem Ausweis fragte, den ich natürlich nicht
hatte. Zu Schade. Dann wäre ich auch VIP-mäßig mit
dem Shuttle an den ganzen wartetenden Fans, die Zaugäste an
einem abgesperrten Bereich vorm Ausgang vom Paddock-Club und
Fahrerlager, vorbeigefahren worden und hätte den Zuwinken
können. Naja, Pech gehabt und zurück in die Innenstadt. Den
angebrochenen Abend habe ich erstmal im Casino verbracht. Nachdem ich
genug Geld am Roulette gewonnen hatte, und ich hatte wirklich
übelstes Glück, ging es dann nach Hause, weil ich keine
echte Ahnung hatte, wo irgendeine F1-Party ging, an der ich mit
meinem aktuellen Outfit teilnehmen konnte. Zu meinem Trost, ich
denke, die Ferrari-Party hatte auch eine etwas getrübte
Stimmung...

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29.03.2006 - Oh mein Gott |
Eins vorweg:
Da ich gerade den übelsten Anschiss bekomme habe und das Angbot meine
Sachen zu packen und abzuhauen, werde ich in den nächsten Tagen wohl
nicht um Internet betteln. Das nächste Update gibt es dann am Montag
nach dem Grand Prix.
Heute morgen bin ich schweißgebadet
aufgewacht. Ein Alptraum hatte mich aufgeweckt. Doch nach kurzem
Überlegen fiel mir ein, dass das gestern wirklich passiert
ist: Als Nils und ich gestern doch die Souvenirshops von Melbourne
streiften fiel mir ein Ständer für Feuerzeuge auf, der aus
Känguruhfell gemacht war. Nicht, dass nicht schon pervers und
sinnlos genug wäre, bei näherem Betrachten sah ich auf dem
Preisschild, dass es sich hier um Känguruhhoden handelt. Wie
krank ist das denn bitte? Haben die Australier einen totalen
Schatten? Die können doch nicht einfach den Känguruhs die
Hoden abschneiden und Feuerzeugständer daraus fabrizieren! Wie
kommt man überhaupt auf diese Idee? Erstens, wie kommt man da
drauf, dass man sein Feuerzeug ja auch senkrecht hinstellen könnte
und nicht immer hinlegen muss. Man möge jetzt anführen,
dass Galilei ähnlich dachte und auch Kolumbus ähnliche
Ansätze hatte, einfach mal Vorgegebenes zu verändern und
somit auch die Welt! Das klappt aber nicht immer! Und ich denke
Feuerzeuge sind so ein Fall. Zweitens, wie um Himmelswillen kommt man
auf den Gedanken, dafür Känguruh-Hoden zu nehmen?
Ich bin schockiert und werde diesen
Laden nicht unterstützen. Es gab zwar ansonsten schöne
Souvenirs, aber ich möchte nicht, dass von meinem Geld weitere
Känguruhs ihrer Männlichkeit entledigt werden. Ich sage
nein zu dieser Schweinerei, und ja zu Känguruh-Hoden, aber AN
dem Tier!!!
Ein ernstes Thema vor dem wir die Augen
nicht verschliessen sollten. Ist das etwa der Grund. Warum Känguruhs
nur in der australischen Outbacks zu finden sind, wo sie niemand
kastrieren kann? Haben wir keine Känguruhs in Europa, weil sie
sich nicht vermehren konnten, da ihre Genitalien in Asien Feuerzeuge
zum stehen bringen? Ist der Stolz eine männlichen Känguruhs
wirklich nur lumpige 15 australische Dollar wert?
Ich werde mich umgehend an Greenpeace
wenden.
Wenn ich daran denke, dass ich die Eier
eines Känguruhs in der Hand hielt überzieht mich jetzt noch
ein Schauer des Ekels.
Krank.
Davon musste ich mich heute erstmal
erholen und hab den ganzen Tag sogut wie nichts gemacht, außer
Sitcoms geschaut und dann zum Strand gelaufen um mich weiter mich
Bransons' Leben auseinander zu setzen. Auch ein gutes
Englischtraining.
André

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27.03.2006 - 1200 Meeting Flinder's Street Station |
Nach einem faulen Sonntag, an dem ich
das Haus kam verlassen habe, und die Nacht damit verbracht habe gegen
die Hitze anzukämpfen, ging es heute erneut nach Melbourne. Dort
war ich für 12 Uhr mit Nils, einem Englisch LK-Mitfighter,
verabredet.
Punkt 12 Uhr kam er und ich an der
Flinder's Street Station an und wir sind den Tag durch die City
gebummelt auf der Suche nach einer guten Gelegenheit die australische
Wirtschaft anzukurbeln, was auch mal wieder prima geklappt hat. Die
Commonwealth Games wurden gestern endlich beendet und heute gab es
noch einmal eine Parade mit allen Volunteers durch die Innenstadt.
Nachdem Australien ungefähr 95% aller Medaillen gewonnen hat,
war endlich Schluss mit dieser Schmalspur-Olympiade. Die Stadt hat
nun endlich ihr Gesicht geändert. Wo letzte Woche noch alle
Info-Stände, Ticketshops, Plakatwänder und Banner voll
waren mit dem blauen „Melbourne 2006“-Schriftzug, ist nun endlich
die Formel 1 eingezogen. Alles schnell umgepinselt und ausgetauscht
ist die Stadt jetzt im Zeichen der „Foster's Australian Grand Prix
2006“. Programmhefte, Zielflaggen, Vodafone-Ferrari-Wimpel und
überhaupt jetzt jedes Geschäft, dass Artikel von Sponsoren
führt, hat seinen Formel 1-Stuff rausgekehrt. Ganz nach meinem
Geschmack eben. Ich kann es kaum erwarten, bis am Samstag um 11 Uhr
endlich die Boxengasse für das dritte freie Training geöffnet
wird und die ersten Wagen auf die Strecke kommen. Ich denke, ich
werde am Freitag schon wieder nach Melbourne fahren um die Innenstadt
zu erleben, wenn das Rennwochenende endlich begonnen hat. Es wurden
entliche Parties in der Innenstadt angekündigt. Den Samstag und
Sonntag werde ich dann komplett im Albert Park verbringen, da laut
Programmheft dort einiges an Sideevents veranstaltet wird. Noch
viermal schlafen. Ich fühl mich gerade wie ein kleines Kind,
wenn sein Geburtstag, Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.
Jetzt muss nur noch das Wetter
mitspielen, denn heute war es bewölkt, aber vorrausgesagte Regen
fiel heute mal aus.
War ja irgendwie auch klar!
Ich werde mich nun Mental auf das
Wochenende vorbereiten und das Programmheft lesen,
André

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26.03.2006 - Der Geburtstag |
Tag 22, Eintrag #16:
Ann hat Geburtstag.
Natürlich erfahre ich erst einen
Tag vorher um 9 Uhr abends, dass Ann Geburtstag hat.. , also musste
ich mir was ausdenken.
Als ich an ihrem Geburtstag aufwachte,
hatte ich Glück und sie war aus für einen Brunch. Ich
konnte mich also zur Mall aufmachen um ein Geschenk zu besorgen oder
sowas ähnliches. Wenn man schon in der Stadt ist, kann man
ja auch gleich an den Strand gehen.
Dort wurde es mir aber gegen 4 Uhr zu
heiß und ich hab mich mal nach der Suche für ein Geschenk
gemacht. Es belief sich auf eine Karte mit der ich sie auch als aus
Druck meines Dankes zum Essen einlade. Zwei Fliegen mit einer Klappe
geschlagen. Strike!
Als ich dann wieder heimkam, hiess es,
dass man heute zum Diner ausgeht, und ob ich mitmöchte. Schön,
dass mir auch mal jemand bescheid sagt. Naja, egal. Ann's 80-jährige
Schwester aus England, schwerhörig, ist zur Zeit mit ihrer dicken
45-jährigen Tochter auch hier in Australien und kam mit zur
Feier. Dann war klar, dass Lyn, Dave und die Twins auch mitkommen.
Das konnte ja nur lustig werden. Eine halbe Stunde später fand
ich mich in einem sehr guten kanadischen Strandlokal zwischen den
Zwillingen gegenüber von Ann und ihrer Schwester wieder.
Dave war immernoch begeistert davon,
dass ich den Film „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ gut finde und hat
sich mit mir die ganze Zeit darüber unterhalten, während
die Emily und Lauren über mich hinweg Daumenwrestlen spielten,
und Ann ihre Schwester anschrie um ihr Geschichten zu erzählen.
Ich dachte, solche Familienfeiern gibt es nur im TV. Nach der ersten
Flasche Wein kam auch Rudi in Fahrt und begann ungefähr eine
Stunde lang Iren-Witze jedem zu erzählen, der in Reichweite saß
und nicht rechtzeitig fliehen konnte. Interessant war, dass die dicke
Tochter ihren Kaffee ohne Zucker trank wegen ihrem Gewicht, aber dazu
3 Donuts verdrückte.
Direkt im Restaurant war auch ein Bar
angeschlossen, in die ich mich dann erstmal zurückzog und meinen
alten Freunde Jack traf. Als wir dann irgendwann nach 4 Stunden das
Restaurant wieder verließen und ich einigermaßen
angetrunken war, ließen sie mich auf der Rückfahrt vor
einer Bar in Frankston raus.
Das war das Vergnügungsviertel: 1
Bar, 2 Dissen, 1 Live-Club um einen Parkplatz am Strand versammelt.
Also versuchte ich in die Bar zukommen, aber das war nicht so
einfach. Nach geschätzen Stunden warten hiess es: „No
Runners“. Sind diese Türsteher-Schuhnazis denn überall
auf dieser Welt? Auch President Jackson konnte mir nicht
weiterhelfen. So gings dann in eine der beiden Dissen. Eingerichtet
wie Nightlife oder Airport, aber richtig gute Musik. Alles gemischt
zwichen Hiphop und Elektro. Erstmal wieder an die Bar, Scham
weggespült und dann auf ins Getümmel. Irgendwann gegen 4
Uhr bin ich dann da rausgefallen und ein Taxi brachte mich nach
Hause.
Schön gefeiert.
Heute geht’s erstmal an den Strand,
den Kater auskurieren,
André
P.S.:
Da meine Batterien heute leer waren, konnte ich keine Fotos schiessen.
Zum Trost gibt es hier eine kleine Entschädigung als Wallpaper.hier
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25.03.2006 - ...and the flash goes on |

YES, I AM!
Heute ging es mal wieder in der
Hoffnung noch Karten für den Grand Prix zu bekommen nach
Melbourne. Im Internet fand ich nur die sehr vage Beschreibung, dass
Ticketstände am Park sein müssen, aber wo genau natürlich
nicht. Also bin ich blauäugig zur Touristeninformation und hab
mir erst mal zeigen lassen, wo dieser Park überhaupt ist.
Dort
angekommen, war ich etwas verwirrt, weil irgendwie alles abgesperrt
war für die Commonwealth Games, da in der direkt am Park
gelegenen Sporthalle das aufregende Squash-Finale stattfand. Ungefähr
15 offizielle plus nochmal 20 Volunteers wollten mich direkt sogar
kostenlos in die Halle leiten, aber ich wollte doch nur zu den
Ticketständen. Nachdem ich auch den Cheerleadern widerstehen
konnte, ist mir aufgefallen, dass die Strasse, auf der ich gerade
stand, mir doch irgendwie bekannt vorkommt. Ein wenig umgeschaut,
sagten mir ein Bridgestone-Schild und eine Quantas-Werbung, dass ich
mich wohl auf dem Kurs befinde. In genau diesem Moment, merkte ich,
was Liebe ist. Mein Herz begann schneller zu schlagen, ich hatte
Schmetterlinge im Bauch. Dann sah ich den schon vorbereiteten Eingang
für nächsten Woche, über dem ein großes Foster's
Schild hing. Wo ein Eingang ist, ist auch ein Ticketstand. Ja, der
war da auch, aber geschlossen. Dafür massenweise geöffnete
für die dämlichen Commonwealth Games. Also beschloss ich
mal den Track abzulaufen, in der Hoffung, dass bei meiner Rückkehr,
der Ticketstand endlich offen hat oder ich einen anderen finde.
Teilweise waren schon alle Kiesbeete, Absperrzäune und
Streckenmarkierung fertig für das Rennen, und als ich da lang
spazierte, packte es mich richtig. Irgendwie konnte ich fühlen,
wie da nächste Woche die Boliden durchjagen, den Sound, die
Atmosphäre: Ich MUSS jetzt so einen behinderten Ticketstand
finden. Ich war so fasziniert, denn wann werde ich nochmal die Chance
haben, einen fertig Grand Prix-Kurs abzulaufen. Nach einer guten
Stunde in der Hitze über die Strecke spaziert, erreichte ich
endlich den interessantesten Teil, die Boxengasse, deren Zugang aber
leider abgesperrt war, da einige Teams schon dabei waren, die Boxen
einzurichten. Also musste ich die Start und Ziellinie nehmen. Beim
Spitzeln durch den Zaun in die Boxen sah ich das Siegertreppchen. Ist
es irgendwie möglich da hochzukommen? Was wäre das für
ein geiles Foto mit mir auf dem Siegerpodest? Dazu musste ich mich
aber an den Wachen vorbeischleichen. Man konnte hinter das Gebäude
gehen, wo gerade Arbeitet damit beschäftigt waren, die Zelte für
die Teams und Presse vorzubereiten. Ich war dann direkt an dem
Gebäude, auf dem das Siegerpodest steht, nur leider war das
schon in dem abgesperrten Bereich. Allerdings war direkt im noch
freizugänglichen Bereich ein Cola-Automat. Durstig vom Marsch
durch die Hitze ging ich erstmal dahin. Ich merkte, dass ich an der
Wache vorbei war und außerhalb ihres Sichtbereichs. Und da war
ein offener Spalt im Zaun. Ich musste nur um die Ecke und 2
Stockwerke auf der Treppe hoch. Soll ich oder nicht? Also habe ich
meinen Mut zusammengefasst und bin hochgehuscht. Unglücklicherweise
waren im 1. Stock Arbeiter zu Gange und jagten mich da sofort runter.
Dumm gelaufen.... Ich war so nah dran. Also weitergelaufen und dann
am Startpunkt angekommen, hatte das dumme Kartenhäuschen
immernoch nicht offen.
Muss ich wohl nächste Woche
nochmal kommen und fuhr mit der Tram wieder in die Innenstadt.
Wie schon angekündigt, ging ich
dann dort ins Casino und probierte mein Glück im Roulette. 1 ½
Stunden später und mit etwas weniger Nerven, aber 100$ mehr in
der Tasche, hatte ich mein Geld für die Tickets rausgespielt.
Ziemlich cool. Der Tag konnte kaum noch besser werden, aber er wurde
es dennoch.
Vom Hunger geplagt lief ich dann die
Flusspromenade entlang und fand einige Stände vor, die was mit
Formel Eins zu tun hatten. Fosters hatte eine Showbühne,
Vodafone, Budweiser und Honda diverse Boliden zum Anfassen und
diverse andere kleine Stände. Und endlich: Ein Tickethäuschen.
JUHU!! Ich bin im Paradies. Aber irgendwas hat mich an der
Fosterbühne gehalten, wo ein Alleinunterhalter das Volk
belustigte. Dann wurden Tickets dort verlost, und mein Atem wurde
schneller. Allerdings kamen bei der Losvergabe etliche Leute hinzu
und die Chance beim Roulette auf die richtige Zahl zu setzen war
größer.
Dann wurde die 58 gezogen, exakt die
gleiche Zahl, die auf meinem Los stand. Ich wurde auf die Bühne
gebeten, und wer überreicht mir mein Samstag-Ticket? Die
Grid-Girls Nina, Kathleen und Jessica von Raikonnen, Webber und
Heidfeld. Umarmung, Küsschen links, Küsschen rechts. Man, hey, von
den hammerscharfen Grid Girls!!!
Wie geil ist das denn??? Ich werde mich nie weider waschen. Ich konnte
nicht mehr. Als ich mein Ticket erhalten hatte und dann wieder von
der Bühne musste, gings zum Ticketstand um das Ticket fürn
Sonntag zu kaufen und dann sofort nach Hause, weil ich einfach zu
fertig war.
Tickets for free und kisses from the
Grid Girls.
Ich denke, ich werde mir jetzt erstmal
eine Flasche Champagner zu legen und die durch den Garten spritzen,
bis morgen,
André

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23.03.2006 - Losing my virginity |
Zuallerst: Ich lebe noch! Der Sturm hat
mich nicht erwischt, nein, er ist knappe 5000 Kilometer an mir vorbei
gezogen. Kein Grund zur Freude oder Traurigkeit. (Je nach Gesinnung).
Hier steht alles noch und die Commonwealth Games sind auch noch am
laufen. Australien hat überraschenderweise 18 Goldmedaillen im
Schwimmen geholt. Jedes Rennen, das ich gesehen habe hat ein "Aussie"
für sich entschieden. Aber in der Leichtatheltik ist Schluss, da sind
die Farbigen schneller. Hier werden Ehrenrunden nur mit ghanaischen und
jamaicanischen Flaggen gedreht. Am Rande kam es zu einem kleinen
Skandal, denn 7 Athleten aus Sierra Leone sind abgehauen. Wie vermutet
wird, haben sie die Commonwealth Games als Chance genutzt, unerlaubt
nach Australien einzureisen und sich dann klammheimlich aus dem Staub
zu machen. Das Gleiche ist vor 4 Jahren in Manchester auch schon
passiert. Ich muss mich auch demnächst mal aus dem Staub machen oder
wieder das Land verlassen, dann läuft mein Visum ab.
In genau 2 Wochen ist es also soweit, mein Flieger zurück in die Heimat
startet. Und so unglaublich esklingt, irgendwie freue ich mich schon
ein bißchen auf zu Hause.Aber bis es soweit ist, genieße ich die
nächsten 14 Tage noch mal in vollen Zügen und hoffe, sie das Ganze mit
dem Grand Prix in Melbourne gebührend nächsten Sonntag zu Ende zu
bringen. Das wäre nochmal ein würdiges Finale, dann brauche ich erstmal
einen Urlaub vom Urlaub. Morgen geht’s zum Albert Park, wo der Grand
Prix nächste Woche steigt, Karten kaufen. Die letzten 2 Tage habe
ich komplett am Strand verbracht. Gestern in der Nachbarstadt
Mornington, wo Lyn lebt, heute wieder in Frankston. Als Strandlektüre
habe ich mirdie Biographie von Richard Branson zugelegt. Irgendwie hat
der mich, sowie U2, durch Sydney verfolgt. Vielleicht ein Zeichen?
Naja, inspiriert bin ich ja im Moment genug, jetzt muss ich mich nur
nochan die Realisierung machen.
„Screw it, do it!“ ist ein MottoBransons und irgendwie bezeichnet das
sehr präzise meine Handlungsweise in dem Urlaub. André 3.0 halt.
Der Kreis schliesst sich im Moment malwieder, sowie in Italien
damals.Alle die im Moment nicht kapieren, worüber ich schreibe, denen
erkläre ich es gerne, wenn ich wieder in Europa bin. Ansonsten ist
hier alles cool, bis auf das Wetter. Ein heißes Wochenende wurde voraus
gesagt, und ich habe gerade gegen die weißen Ränder in meinem Gesicht
von der Sonnenbrille zu kämpfen.
Hoffe doch mal schwer, das gutes Wetterist, wenn ich zurückkehre, sonst erfriere ich glaube ich. Soweit aus Down Under, André

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22.03.2006 - Einmal Sydney und zurück |
... so ungefähr könnte man
den Urlaub im Urlaub betiteln.
"Good Morning!" schallte es
durch die Tür und ich wusste nicht, was an diesem Morgen gut
sein sollte. Es war 4:30 Uhr und als ich runter in die Küche
kam, erwarteten mich die erstaunlicherweise ziemlich fitten
Zwillinge. Was gibt es besseres als frühs aufstehen und
aufgedrehte Kinder im Doppelpack. Naja, wenigstens war die Fahrt zum
Flughafen etwas einschläfernd für die beiden und so konnte
ich etwas chillen, bis Lyn auf den Standstreifen fuhr und meinte, sie
hat einen Platten. Für die australische Version des ADACs war
keine Zeit, da in einer dreiviertel Stunde der Flieger ging und so
musste ich mich dann aufmachen in der Dunkelheit um 5:30 Uhr in einer
Kurve auf der Autobahn einen Reifen zu wechseln und dabei von
hupenden LKWs gestört zu werden. Ich war vielleicht in meinem
schwarzen T-Shirt auch nicht so ganz sicher.
Am Flughafen angekommen, begann dann
aber der angenehme Teil der Reise. Frühstück in der
Quantas-Lounge und an Bord war ein gutes Programm geboten.
Das Abenteuer Sidney konnte also
beginnen.
Nachdem wir unsere Koffer wieder hatten
ging es mit dem Taxi quer durch die Innenstadt zum Pier 6, wo unser
Gastgeber Andrew auf uns wartete. Wir waren direkt am Hafen, wo er in
einem nobelrenovierten alten Lagerhauskomplex sein Appartement hatte.
Hier war alles geboten: Parkplätze direkt vor der Tür,
allerdings für die Yachten der Hausbewohner. Ihre Autos mussten
sie in die unter dem Meer liegende Tiefgarage stellen. Allerdings war
man da nicht so ganz angemessen, wenn man da nicht mindestens nicht
einen seiner Porsche, Ferraris oder SL500er parkte. Ich dachte, ich
wäre in der Garage eines Rennstalls, wenn ich die Tiefgarage
passierte um zu dem Hauseigenen Wellnessbereich zu gelangen, der mit
Fitnessraum, Schwimmingpool, Jacouzzi, Sonnenterrasse (alles mit
Hafenblick versteht sich) mit allem ausgestattet war, was das Herz so
begehrt. Man konnte es hier schon aushalten, wenn man nicht in seinem
Designerappartment war, das im typischen Würfelstyle
eingerichtet mit 101 cm LCD TV und Balkon mit direkten Blick auf die
Sydney Harbour Bridge auch nicht wirklich zu verachten war.
Aber wir wollten ja Sydney sehen,
weshalb ich man das Haus leider verlassen musste. Aber es waren ja
nur 5 Minuten Fussweg und man stand direkt im Zentrum der Stadt, wo
Hafen und Oper liegen. An diesem Samstag sind wir erstmal alles
abgelaufen. Nach unserem 5 stündigen Spaziergang sind wir dann
erschöpft von dem langen Tag nach Hause gekommen und wollten
erstmal entspannen. Und wie und wo macht man das am besten? Richtig!
Mit einem kühlen Bierchen im Jacouzzi!
Nach einem hervorragenden Abendessen,
Andrew ist ein ausgezeichneter Koch, sind dann alle ins Bett und ich
lag auf meiner Matraze im Wohnzimmer. Doch irgendwie war es nach
einiger Zeit langweilig vom Bett aus den Hafen zu betrachten und ich
schaltete den TV. Und was kam? Terminator 2 mit Arnold Schwarnegger
in Dolby Surround, Breitbild und Originalstimmen. Arni speaking
English! Der Abend war gerettet!
Doch nicht die Nacht. Ich wachte um
zwei Uhr auf. Mein Arm war übersäht mit roten Pickeln. Der
andere auch. Meine Beine auch. Was war geschehen? Ein Surren vorbei
an meinem Ohr hat es erklärt. Die Moskitos waren hier
eingezogen. Schlafen war nun Geschichte, bevor ich nicht alle gekillt
habe und es waren einige. Mit Zeitung bewaffnet habe ich dann die 3
Stunden damit verbracht diese Mistviecher ins Jenseits zu schicken.
Wäre ja sonst alles zu perfekt gewesen. Was solls? Hatte ja
immerhin 2 Stunden Schlaf, bis die Zwillinge ein neues Spiel erfunden
haben, um mich zu wecken und mir direkt auf die Nerven zu gehen ("I'm
a piano" – "I'm a guitar" – "I'm a violine"
– "I'm a glass of milk" – "I'm a empty glass of
milk" – "I'm an empty glass of water" usw. Zersetzt
mit lauten Kinderlachen).
Also der Start begann mal wieder super,
aber heute sollte es an den Strand gehen. Hatte zwar keine Ahnung, wo
hier ein Strand sein sollte, aber nach einer halben Stunde mit der
Fähre sind wir dann in Manly Beach, dem zweit beliebtesten
Strand der Australier. Und als ich aufs Meer und die Wellen sah,
wusste ich auch warum. Überall im Wasser Surfer und Wellenreiter
sonstiger Art. Man, sah das vielleicht cool aus, und auch gar nicht
so schwer. Also machte ich mich auf zum nächsten
Surfbrettverleih. Nachdem ein wenig die Surfer beobachtet hatte und
was sie so machen, habe ich mich dann auch in die Wellen geschmissen.
Allerdings war die Übung nicht so einfach, wie sie aussah.
Zwischen den ganzen Surfer-Pros muss ich mal wieder als blutiger
dummer deutscher Anfänger geoutet haben. Muss auf jeden Fall mal
wieder nicht so cool und lässig ausgesehen haben, wie es
eigentlich sollte. Peinlich wurde es aber erst, als ich mal wieder
vom Brett geflogen bin und ein ca. 10-jähriges Mädchen ganz
cool an mir vorbeisurft. Da habe ich dann 1 Stunde und eine halb
gestandene Welle später meine Surfkarriere beendet und mich dem
Bodysurfen zu gewendet.
Da waren nämlich auch haufenweise
Menschen ohne Bretter im Wasser und haben ihren Körper praktisch
als Surfbrett verwendet. Das brauchte zwar auch etwas Übung,
aber war dann doch um einiges einfacher. So hatte auch ich
letztendlich meinen Spass im Wasser.
Gegen Abend ging es dann zurück,
wieder Bier, Jacouzzi und diesmal "Signs" im TV. Auch
wieder ein ganz netter Abend. Ich wäre zwar mal lieber
losgezogen, aber ich hatte keinen Schlüssel, um wieder
reinzukommen, und diese Haus hatte irgendwie kein Klingel. Man musste
auch erst am Portier vorbei. Allerdings hatte ich keine Ahnung, wie
ich dem klar machen sollte, dass ich bei irgendeinem Andrew, dessen
Nachname ich nicht mal kenne, wohne. So wurde der Abend mal wieder
daheim verbracht. Aber immerhin mit einer netten Alternative.
Als ich aufwachte, hat es geregnet.
Aber trotzdem wurde beschlossen, dass heute in den Taronga Zoo ging.
Huhhhh.... wie aufregend in den Zoo. Da bin ich in Sydney und soll in
den Zoo? Naja, ich war ja auf die Inhaber des Schlüssels
angewiesen und ich wollte ja eh mal ein Känguruh sehen. Also
haben wir die Fähre genommen und sind übergesetzt zum Zoo,
der direkt gegenüber vom Hafen liegt. Ich kam mir vor, wie im
Adventureland von Disneyworld. War alles ein bißchen
Freizeitpark technisch aufgemacht und daher auch ganz gut eigentlich.
Da das Ganze auf einem kleinen Berg lag hatte man eine unglaubliche
Szenerie mit der Skyline von Sidney im Hintergrund. Allerdings hatten
unter den Tieren nur die Giraffen, naja bis auf die Blinde, war
davon, weil sie als Einzige über die Büsche hinwegsehen
konnten. Erstmal sind wir zum Informationsstand, und die hatten exakt
3 Karten übrig für den Zoo. Eine bekam Lyn, und natürlich
musste jeder von den Zwillingen auch seine eigene Karte bekommen,
weshalb ich keine hatte und mich an die hängen musste. Wenn man
für alle Tier bezahlt hat, will man ja auch alle sehen, und
deshalb haben die mich durch den kompletten Park gejagt. Ich habe
jedes, aber auch wirkliches jedes besch... Tier aus diesem Park
gesehen. „Oh, in 5 Minuten startet die Vogelshow! AUF ZUM
VOGELPARK!!!“ Da hier Frauen für die Orientierung zu ständig
waren, ist es natürlich nur allzuverständlich, dass wir auf
dem Weg zu einem bestimmten Gehege so um die 2-3 mal am gleichen
Punkt vorbeigelaufen sind („I'm totally confused!“) um dann zu
erfahren, dass das direkt um die Ecke war. In diesem Verfahren ging
es auch zur Giraffenfütterung, zur Koalashow, zur Seerlöwenshow,
zur Gorillafütterung. Es hatte übrigens schon ziemlich bald
wieder aufgehört zu „regnen“ und es war recht angenehmes
Wetter um durch den Park zu hetzen.
Mein Favorit unter den Parkbewohnern
ist natürlich der Koala, der den ganzen Tag in seinem Baum hängt
und total fertig von seinem Eukalyptus chillt. Und wenn er mal für
4 Stunden am Tag wach ist, frisst er.
Als wir dann endlich den kompletten
Park durch hatten, trafen wir uns mit Andrew in einem schönen
kleinen italienischem Restaurant am Hafen. (Cool, jetzt kenn ich
schon mal ein gutes Resaturant, wenn ich wiederkomme.) Doch was viel
wichtiger war: Ich bekam hier den Hightec RFID-Schlüssel fürs
Appartement, womit ich nun frei war und Sydney bei Nacht erkunden
konnte.
Alles, was ich letzte Woche flashmäßig
über das Shack berichtet hatte, vergesst es!!!
Sydney hat mir die Synapsen gesprengt.
Jeder, der mir sagt, dass das die Topstadt ist, hat recht!!! Also ich
um die Ecke bog und sich die Skyline mit Oper und Hafen in seiner
vollen beleuchteten Pracht vor mir aufbaute und mein iPod mir aus der
Shufflefunktion "Beautiful Day" von U2 auf die Ohren legte,
hat es mir die Schuhe ausgezogen. Ich glaube, das Lied ist für
diese Stadt geschrieben worden. Atemberaubend! Oft verwendet, aber in
diesem Falle einfach passend! Diese Stadt bei Nacht war ein Killer,
und der iPod war auch sonst in Topform um das Ganze zu
unterstreichen. Nachdem ich bis halb zwölf mit Laptop und Kamera
unterwegs war, um Fotos zu schiessen, habe ich alles zurückgebracht
um mich dann ins Nachtleben zu werfen. Hey, ich hatte den Schlüssel
zu einem Nobelappartement in der Innenstadt und Zugang zu einem
Jacouzzi mit Meerblick, da muss doch was gehen ^^
Da fand ich den
Flyer in meiner Hosentasche, den ich beim T-Shirt-Kauf erhalten
hatte, für einen Club in der Nähe.
Und so ging es dann los....
Als mich die Zwillinge durch ihr
Spielen im Wohnzimmer wieder mal um halb 8 geweckt haben, hatte ich
ziemliches Kopfweh. Aber es war Zeit aufzustehen. Denn heute war mein
Tag. Heute würde ich in die Fußstapfen von Richard
Branson, Will Smith und Hayden Christensen treten. Ich würde
auch die Sydney Harbour Bridge, dieses einfach beieindruckende
Rießengebilde aus Granit und Eisen, besteigen, und dann 145
Meter über dem Wasser von einem Eisenträger bis ans Ende
der Welt der schauen. Ich fühlte, wie mein Kumpel Dave stolz auf
mich wäre, denn er hat Höhenangst, wie ich erfahren hatte.
Das heisst, ich wäre der König der Welt. Allerdings
bremsten mich die rund 100 Euro Gebühr um da hoch zu steigen.
Leider machte die Versicherung 70 Euro aus, und ich musste die
abschliessen. Hätte locker drauf verzichten können. Hey, in
wievielen Zeitungen würde ich stehen, wenn ich darunter falle.
Wer braucht da noch eine Versicherung. Ich hab dann die Sparversion
von 8 Euro und die Besteigung des Brückenpfeiler in 89
Meternhöhe gewählt, war auch cool.
Den Rest des Tages hab ich dann auf
eigene Faust in Sydney verbracht, da die Zwillinge heute in Aquarium
sind. Halb 4 mussten wir dann die Stadt verlassen, da unser Rückflug
auf dem Programm stand. Ich fliege nie wieder mit der Billigairlines
VirginBlue. Ich mag das Gefühl jeden Moment zu sterben nicht.
Aber Sydney wird mich trotzdem
wiedersehen!

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17.03.2006 - Rain & the Games |
Hallo, da draussen.
Zuerst mal wieder 2 Dinge in eigener
Sache:
Zum einen haben wir heute wieder ein
doppeltes Update, da ich gestern nicht ins Internet konnte, zum
anderen geht morgen früh um 7 Uhr mein Flieger gen Sidney. An
Bord Lyn, ihre Zwillinge und ich. Dort werden wir für 4 Nächte
bleiben, und wir müssten dann am Dienstag oder Mittwoch
wiederkommen. Bis dahin kann ich kein Update versprechen, da die
Internetverbindung dort unsicher ist. Aber man sollte hier trotzdem
mal vorbeischauen, vielleicht finde ich ja einen WLAN Spot.
Nun zum Thema.
Für heute war
Regen gemeldet, also habe ich mich schon mit Chips eindeckt und auf
einen verregneten Tag vor dem TV mit den Commonwealth Games
eingerichtet. Heute morgen aufgestanden, aus dem Fenster geschaut:
Sonne. Okay, schnell den Alltagssport verübt bevor es regnet. In
den Garten gesetzt, die letzten Sonnenstrahlen zu geniessen. 1
Stunde, 2 Stunden, der Regen wollte nicht kommen und es war 2 Uhr.
Hmm...was tun? Also wieder auf die Socken Richtung Strand gemacht. Am
Strand angekommen hat mich erstmal ein krasser Sturm erwischt, aber
es war immernoch sonnig. Habe noch nie solch einen Sandsturm erlebt,
dachte ich fliege weg.
Also konnte ich dort nicht bleiben.
Wollte dann etwas durch die Stadt schlendern und der Regen hat
eingesetzt. War ja klar. So musste ich mich in die Mall retten um
mich vor weiterem Geld rausschmeissen zu behüten, sollte es mit
dem nächsten Bus nach Hause gehen. Aber der verregnete Tag hat
nach 5 Minuten Nieseln geendet. Und dafür machen die hier so
eine Panik? Spinner.
Bin dann trotzdem wieder heim um mir die
Commonwealth Games anzuschauen.
Und wie sollte es anders sein?
Australien belegt die ersten 3 Plätze im Schwimmen, gewinnt im
Radfahren. Silber und Bronze gehen dann immer mal so an Wales oder
Schottland. Manchmal mischen sich auch die Engländer irgendwo
dazwischen.
Obwohl, heute hat auch mal eine
Jamaikanerin beim Radfahren teilgenommen. Ist echt eine spannende
Sache.
Wobei das australische Hockeyteam der
Damen echt gut aussieht. Haben heute die Inder besiegt, wenn ich
richtig liege. Das werde ich wohl weiterverfolgen.
So, jetzt geht es zum Turnen. Da liegt
im Moment Australien vor England und Schottland. Irgendwie ein wenig
monoton. Aber beim Fahrrad fahren war auch mal ein Kanadier zu sehen.
Dennoch sind die Ränge voll und alle freuen sich.
Und mich deshalb auch,
André

P.S. Als ich daheim war hat es doch mal
eine halbe Stunde geregnet!!!
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17.03.2006 - |
Guten Morgen,
ich kann immernoch nicht verstehen, wie
man um 9 Uhr sich freiwillig einen Friseurtermin machen kann, aber es
gibt durchaus Menschen, die sowas machen. So fuhr Rudi gestern in die
Stadt zu seinem Barbier, und wenn ich nicht wieder 45 Minuten zum
Strand laufen wollte, musste ich mit ihm fahren.
Okay, um 9 Uhr am Strand, was tun?
Meine chronische Müdigkeit brachte mich auf die dumme Idee, noch
eine Runde zu schlafen. Also runter mit den Klamotten, drauf mit der
Sonnencreme 30+, iPod auf die Ohren und bis Mittag geschlafen. Soweit
war alles in Ordnung, allerdings wird die Sache erst richtig dumm,
wenn man abends in den Spiegel schaut und dort ein abstraktes
rot-braunes Gemälde wiederfindet. Nunja, ich könnte meinen
Oberkörper im Moment problemlos in einer Kunstgalerie
ausstellen. Und das nicht wegen seiner guten Form...
Ich sollte ihn hier aber sowieso besser
verstecken, um nicht Minderwertigkeitskomplexe gegenüber der
Surferboys zu bekommen. Was kann da besser helfen als sich in der
Bayside Mall neue Klamotten zu kaufen?
Gesagt getan zog ich mit noch
gut gefüllten Geldbeutel los um wenigstens angezogen mithalten
zu können.
Egal, in welchen Laden es mich zog, kam
sofort eine Verkäuferin um mir zu helfen. Und bei denen lies ich
mich doch gleich dreimal so gern einkleiden. Die sind mal mindest
genau so nett, wie sie gutaussehen. Wollen bestimmt nur mein Geld,
aber das war mir in diesem Moment egal.
Irgendwann hatte ich und
mein Portemonnaie genug und vollbepackt, wie Lyn nach ihrer
4-monatigen Outbacktour ging es nach Hause, TV schauen.
Die schon angesprochenen Commonwealth
Games in Melbourne wurden gestern in einer feierlichen Zeremonie mit
Queen Elizabeth eröffnet. War echt ein ziemlich grossartiges
Spektakel, in der gesamten Stadt mit Beleuchtung, Feuerwerk und so
weiter. Frage mich bloss, warum ich gestern abend nicht dort war.
Naja, als nicht Commonwealth-Mitglied hätte ich dort eh nichts
zu suchen gehabt. 71 Nationen nehmen dran teil und wir Deutsche
können stolz sein, es nicht zu tun. Wir haben es geschafft, uns
nicht von England einnehmen zu lassen.
Jawoll, wir sind stolze
Nichtteilnehmer!!!
Die können sich echt auf die Schulter klopfen,
wenn sie im Schwimmen gegen Nationen wie „St. Vinzent and Gapagas“
gewinnen, die noch nicht mal einen Pool haben. Überhaupt
gibt es hier einen viel zu grossen Hype dafür, dass es
eigentlich nur darum geht ehemalige Kolonien vorzuführen. Aber
wenn man hier rumläuft, könnte man denken, es ist wieder
Olympia. Alleine die ganzen Merchandise-Artikel. Unglaublich. Ich
kaufe mir doch kein T-Shirt von so einem besseren Schulwettbewerb.
Wenn ein Land England schlägt,
gibt es sowieso Ärger. In welcher Form, werden sie sich noch
ausdenken, aber die kleinen Bananenstaaten, werden es nicht leicht
haben.
Irgendwie rausgeschmissene
Steuergelder, aber braucht mich ja nicht ärgern. Ich meine, wer
erinnert sich denn noch an die Commonwealth Games 2002 in Manchester?
Hat davon überhaupt schon mal jemand was gehört?
Vielleicht ist es ja doch nur Neid auf so eine tolle
Eröffnungsfeier, an der wir nicht teilnehmen durften.
Dafür haben wir eine WM, an der
die Engländer zwar teilnehmen, aber nicht allzulange, wie ich
hoffe.
Sind ja nur noch 85 Tage und dann sind
wir am Drücker...
André

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15.03.2006 - Ein Grund keine Kinder zu bekommen.... |
D'oh!
Da öffne ich heute morgen doch mein
E-Mail-Postfach und finde eine Mail von der gutaussehenden Französin, die sich
am Wochenende mit mir in Melbourne treffen wollte und jetzt für die nächsten 5
Wochen in irgendeinem weit entfernten Park nach Tieren sucht oder so.
Damn!
Im allgemeinen standen die letzten 24 Stunden
nicht gerade unter einem guten Stern.
Als mich Lyn hier gestern wieder absetzte, fiel
mir auf, dass sie das Haus ohne ihre Zwillinge verlies.
Das heisst: nochmal mit
den beiden unter einem Dach. Die sind ja echt süß, niedlich und so weiter, aber
haben leider viel zu viel Energie, und ich muss leider zugeben, sie gingen mir
dann langsam etwas auf die Nerven.
Aber, hey, es hat immerhin 72 Stunden gedauert bis
es soweit war, und die reden immer. Und wenn ich sage „immer“, dann meine ich
auch „immer“.
Nachdem Lauren dann ihren 2-stündigen Heulkrampf beendete hatte,
sind wir mit den beiden ein bißchen Basketball spielen gegangen. 2 on 2 bis
12.
Ich mit Emily gegen eine 60-jährige und ihre
7-jährige Enkelin. Klare Sache eigentlich. Eigentlich, wenn Anne nicht 25 Jahre
lang Basketball gespielt hätte, sogar in irgendeiner Auswahl.
So, musste ich mich schon ganz schön anstrengen,
und am Ende haben wir sogar noch 12 zu 11 gewonnen. Trotzdem irgendwie recht
blamabel.
Heute kam ich nicht richtig in die Gänge, weil die
Zwillinge heute morgen in aller Früh in einer ca. 90 minütigen Show ihrer Oma
alle Schullieder vorsingen mussten. Deshalb habe ich heute den ganzen Tag
gechillt, soweit man das kann mit diesen beiden Energiebündeln, die niemals
ermüden.
Irgendwann habe ich mich wieder Richtung Strand aufgemacht, als die
Sonne am Nachmittag wieder rauskam, und als ich zurück kam, waren Emily und
Lauren weg. Aber, so beruhigte Anne mich, morgen kommen sie wieder.
Juhu! Kanns kaum erwarten.
Als endlich wieder Ruhe aufkam, konnte ich den
Vögeln lauschen, und mir ist aufgefallen: Hier gibt es einen Vogel, der sich
exakt wie R2D2 anhört.
Interessant oder?
So, ich gehe mich jetzt mal der 3. Staffel von OC
widmen und danach „Rove Live“, einer Personality Show im TV Total Style nur um
einiges besser.
Bis morgen,
André

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13.03.2006 - At the shack |
So, da bin ich wieder. Zurück vom langen Wochenende im Beachhaus, dem „Shack“. Nachdem
wir am Freitag die Lyn's Zwillinge abgeholt haben und zu einer
Geburtstags-Beachparty (man, ich hätte mir als Kind ein Bein dafür
abgeschnitten) gebracht haben, ging es raus zum „Shack“, einer in den
50ern gebauten Holzhütte. Ähnelte ein wenig einem besseren
Schrebergarten, aber es war alles vorhanden, was man brauchte. Die
Bühne war also bereitet, jetzt fehlten nur noch die Protagonisten. Ich
war gespannt auf wen ich wohl treffen werde, wer Lyn's Freund ist, und
wer das andere mit 2 Kindern m Alter von 7 und 8 Jahren bestückte
Paar.Mit wem werde ich wohl das Wochenende hier draussen verbringen? Ich
hatte den Gedanken nicht zu Ende gesponnen und ein Toyota Truck bog in
die Einfahrt. Es war Dave,Lyn's Partner. Muss man einen Mann
beschreiben, der einen Toyota Truck fährt, Rambo 2 als Buch hat,
sowiedie „Smoking GunsWestern Classics“ in seiner DVD-Box? Einen Mann,
der sogar zum Frühstück grillt, nachts rausgeht um am Pier
Squiddies(Tintenfische) fürs Frühstück zu fangen, Jack Daniels zum
Abendessen trinkt und bereits 2 mal die Outbacks durchquert hat? Ein
echter Mann eben! Und er nam sich meiner an um aus mir ebenso einen zu
machen. Doch er war nicht allein. Denn bald folgte ein Land Rover samt
Campingtrailer in die Einfahrt. Es waren Dave II und Michelle, Dave I's
Schwester. Eine Farmer Familie, die Eier, Würtchen und T-Bone Steaks
aus ihrer eigenen Haltung mitgebracht haben. Dave II hat sogar mal eine
Fishing Competition mit einem 140 cm Fisch gewonnen. Nunja, nachdem die
Kinder im Bett waren, hiess es: „Let's go for getting some fucking
Squiddies.“ Ich weiss, viele sehen Fischen als puren Fischmord an, abe
rirgendjemand muss ja fürs Essen sorgen.Und das waren wir an
diesemAbend wir Männer. Mit Dosenbier und Angelrute ausgerüstet ging es
runter zum Pier. Nachdem eine halbe Stunde lang keiner anbeißen wollte,
hatte ich Zeit um mich von der Szenerie flashen zu lassen. Vollmond,
dessen Schein mit den vorbeiziehenden Wolken spielte und sich auf
demWasser wiederspiegelte, dazu unzählige Sterne über das gesamte
Himmelszelt verteilt, so wie das Glühen von Melbourne am Horizont,
hinterliesen den besten Brainshot, den ich jemals hatte. Fast der
perfekte Chill, nur Marie hat gefehlt. Ich hätte eine1000 Megapixel
Kamera mit 360 Grad Panoramalinse gebraucht, um das nur annähernd
einzufangen. Aus meiner Romantik wurde ich rausgerissen, als sich der
erste und einzige Squiddy an meinem Köder festgebissen hat. Nachdem ich
ihn aus dem Wasser geholt habe, und damit soviele wie Dave I & II
zusammen, habe ich mich bei den beiden etabliert. Am Frühstückstisch
hiess es, das war meiner. Yeah! Die befürchtete Radtour war
aufgrund der Kinder recht harmlos, ein paar Kilometer am Strand. Keine
grosse Sache und auch nur eine Stunde. Danach ging eszu einem
anderen Strand. Unglaublich, was sich da aufgeboten hat. Der visuelle
Oberflash. Australien hat so eine krasse Szenerie, ich konnte nicht
mehr. Weil Ebbe war, haben sich einige „Rockpools“,Wasserlöcher,
aufgetan, wo wir nach kurzer und kaum verständlicher Einleitung, welche
Fische denn tödlich sind, dann getaucht haben. Aber wie man merkt, hab
ich es überlebt, denn mit Crocodile Dave an meiner Seite kann mir ja
nichts passieren. Bevor mich ein Fisch tötet, tötet Dave I ihn. Das Ganze war ein absolut unglaubliches Naturerlebnis. Kann es nicht beschreiben, am besten einfach mal auf die Bilder warten. Nachdem
mich Dave I durch aller erdenklichen Rockpools gejagt hatte, war der
Samstag auch schon wieder rum. Die Kinder haben sich mit sich selbst
beschäftigt, so gingen sie mir schon nicht auf die Nerven. Ganz gut,
dass die sich selbst ausgeschaltet haben. Sonntag morgen ging es
dann nach Sorrento, eine benachbarte Stadt, die bei betuchteren
Australiern ein sehr beliebter Urlaubsort ist, um dort im am Meer
gelegenen Park zufrühstücken. Mit platzen hier noch die Synapsen
mitdiesenganzen Szenerien hier. Bin total sprachlos. Frisch
gestärktging es an einenanderen Strand um in Rockpools auf Fischjagd zu
gehen. An diesem Strand gab es einen Felsen, von dem aus man in einen
Rockpool springen konnte. Circa 6-7 Meter hoch. Allerdings muss man
etwas Geschick aufweisen, um nicht auf den darunter gelegenen Felsen
sich die Knochen zu brechen. Unglücklicherweise ist Dave I davon
ziemlich begeistert und fragte mich, ob ich es auch machen wollte.
Nunja, wollte ich meinen neu gewonnen Freund gleich wieder verlieren,
weil ich zugegebenermaßen Schiss hatte? NEIN!!! Außerdem kann man damit
bestimmt die von unten zu sehenden und wirklich heissen Australierinnen
gut beeindrucken. Also ich rauf auf den Felsen und runter wie ein
nasser Sack. Muss wohl nicht sehr elegant ausgesehen haben (Lyn hat
klugerweise erst die Fontäne die ich bei meinem Abtauchen hinterlassen
habe fotografiert). Dazu sind gleich ein paar muskelbepackte Surferboys
mit Kunststückchen hinterher. Naja, das ging wohl kräftig in die Hose,
aber immerhin war ich noch Dave I's Freund. Und durch meinen Mut war
ich auch der Held im „Shack“. Der 7-jährige Tom war wenigstens
begeistert von mir.
Shit happened! Heute wurde nur die ganze Zeit aufgeräumt und dann
ein wenig in der Sonne gechillt. Nichts grossartiges. Aber nächstes
Wochenende geht’s mit Lyn nach Sidney. Ich freue mich schon drauf,
werde aber erstmal sehen was die Woche bringt. Soweit so gut aus Down Under, wir lesen uns morgen. André

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10.03.2006 - Ein Tag am Meer |
Schönen Guten Abend, ist
es nicht traurig, dass Deutschland nicht zum Commomwealth gehört? Wenn
dem so wäre, wäre ich mittlerweile in der körperlichen Verfassung, an
den Commonwealth Games teilzunehmen. Mein Tag stand heute komplett im
Zeichen des Sports, nachdem ich mich heute morgen im Spiegel gesehen
habe, und bitterlich erfahren musste, was Fress-Flashs mit einem
anstellen können. So,
kam es nach dem aufstehen gleich zu einer Stunde Work-out, gefolgt von
1 Stunde Joggen. Aber als wenn mir das nicht genug wäre, habe ich mich
noch aufgemacht, die Stadt und den Strand auf dem Fahrrad zu erkunden.
Hierbei habe ich am eigenen Leibe erfahren, dass Australien, doch auch
etwas steilere Hügel zu bieten hat. Am Strand wurde dann eine
3-stündige Pause gemacht. Doch irgendwie war es dort, bis auf ein paar
Verlaufene, ziemlich leer. Als ich einen von der Küstenwache fragte,
warum hier niemand ist (nicht, dass ich noch fröhlich ins Wasser renne
und es ist gerade Hai-Saison oder irgendwas in der Art), kam ein über
die Frage ziemlich verwundertes und frei übersetztes „Es ist arschkalt“
zurück. Frechheit eigentlich, wenn keine Wolke am Himmel ist und ich Angst habe, zu verbrennen. In
meiner Strand-Pause verschlug es mich auch in die am Meer gelegene
Bayside-Mall und was muss ich sagen? Egal, ich welches Geschäftich
ging, ich habe noch nie soviele so gut aussehende Verkäuferinnen
gesehen. Die hätten mir glatt alles andrehen können. Hätte ich genug
Geld dabei, wäre ich sicherlich mit einer Damenhandtasche, einem
Rechtshänder-Cricketschläger und einem Hundebett nach Hause gegangen. Wowir
gerade beim Thema gutaussehende Australierinnen sind: Hier gibt es die
Serie „Australia's Next Topmodel“ und die Kandidatinnen sehen irgendwie
den deutschen verdammt ähnlich. Die werden doch nicht einmal die Show
gedreht haben, synchronisiert und die die einzelnen Länder geschickt
haben? Würde auf jeden Fall erklären, warum Jennifer wie Martin
Schneider spricht und klingt. Allerdings ist das hier ohne
Supermodell-Support, wobei sich Elle McPherson eigentlich bestens
angeboten hätte, oder? Daich
hier die Sendung aber nicht empfange, sondern nur die Werbung mit
Kandidaten auf einem Bus gesehen habe, musste ich mir den Abend anders
um die Ohren schlagen. Deshalb habe ich mich mal so gegen acht
aufgemacht um das Nachtleben zu erkunden, allerdings hab ichirgendwie
die Zeit vercheckt und war viel zu früh in der Strandgegend. Deshalb
hat es mich wieder einmal in die Mall verschlagen (ein Schelm, der
sichdenkt, warum) und mir ist aufgefallen bei genaueren Betrachten,
dass irgendwie jeder Australier unter 25 gepierct oder tätowiert ist.
Dabei war das interessanteste Tattoo, dass mir aufgefallen ist, eine
tättowierte Armbanduhr am Handgelenk einer Schülerin. Im
Nachtlebengetümmel so gegen 9 wurde mir klar, dass es hierum 9 Uhr kein
Nachtleben gibt und deshalb bin ich von meinen sportlichen Aktivitäten
erschöpft nach Hause gefahren per Taxi. Die
Taxifahrt war recht lustig, da weder Fahrer, obwohl ich ihm die
richtige Strasse gesagt habe, noch ich, eigentlich so richtig wussten,
wo wir hinfahren müssen. Nachdem er merkte, dass ich wohl kein
Australier bin, erzählte er mir von seiner Kindheit in Österreich und
dass er die Berge vermisse, und ihn sein Job ziemlich anpisst. Er
konnte jedoch kein Wort deutsch mehr, außer „Apfelstrudel gut“
[Abvelßtrudll gutt]. Was er so um die 12 mal wiederholte (9 mal
mitgezählt, der Rest geschätzt). Hier
angekommen, saß Rudolf mit einem Buch in seinem Sessel vor dem Kamin
und fragte mich ohne eines Blickes zu würdigen: „Wo warst du?“
Irgendwie fehlte eine Pfeife und ein roter Samtbademantel. Und es hätte
draussen regnen müssen. Filmkenner verstehen mich, der Rest vergisst
den Absatz, bitte. Nun
ist Schlafen angesagt, da es morgen wie gesagt in Beachhouse geht. Lyn
meinte sie hat ein Fahrrad für mich und irgendwie fühle ich mich
inmeiner Angst bestätigt, dass sie mich off-road durch die Gegend jagen
will. Aber ist ja okay, denn ich bin ja jetzt fit ;). Hier noch eine Anmerkung in eigener Sache: Am
Wochenende wird es wahrscheinlich kein Update geben, da ich bezweifle,
dass es im Strandhaus auch nur einen Ansatz von Internet gibt, deshalb
werde ich am Montag wieder ausführliche News präsentieren. Bis dahin ein gepflegtes „Sers“ in die Heimat, André

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9.03.2006 - Ein Tag in Melbourne |
Grüß Gott,
bevor ich mit dem heutigen Bericht
starte, möchte ich darauf hinweisen, dass es heute ein doppeltes
Update gibt, da ich den gestern geschriebenen Bericht nicht hochladen
konnte. Also den vorherigen Bericht auch beachten!!!
So, kommen wir zum Thema: Melbourne.
Eine echt geile Stadt, gefällt mir
sehr. Ist irgendwie eine Mischung aus San Francisco, New York und
Disneyland. Einiges an Hochhäusern vorhanden, hat aber auch eine
Brise von San Francisco, was ich so aus dem Fernsehen kenne, und
alles ist blitzeblank zurecht gemacht wie die Main Street in den
Disneyparks.
Allzuviel habe ich in Melbourne jedoch noch nicht
gemacht, außer mir mal einen Überblick über die Stadt
verschafft, in dem ich so die wichtigsten Teile der Stadt abgelaufen
bzw. mit der Tram abgefahren bin. Dabei bin ich auch an zahlreichen
Markengeschäften vorbeigekommen und ich war über die Preise
entsetzt. Ein iPod Video zum Beispiel kostet sogar in einem Apple
Store 100(!!!) Euro weniger als in Deutschland. Doch was mich in
einen regelrechten Schockzustand versetzt hat, ist, dass ein
Deutschland-Trikot im Adidas Store 90 Euro kostet und damit knappe 40
Euro billiger ist, als in der Heimat. Hallo, geht’s noch??? Ich bin
hier in Australien, und Adidas ist verflixt nochmal eine deutsche
Firma, aber wieso kriegen die unsere Trikots billiger als wir??
Reicht es nicht, dass wir schon eine komplette WM gekauft haben??
Sollte da nicht wenigsten die Subvention von Trikots im Preis
inbegriffen sein?
Wie dem auch sei, bei meinem nächsten
Ausflug nach Melbourne muss ich dort ordentlich einkaufen. Vielleicht
mit meinem neuen Vermögen, dass ich entweder durch meine prima
Geschäftsidee aus dem vorherigen Artikel oder mit meinem Gewinn
im Casino erlangt habe. Dorthin hat es mich nämlich auch
verschlagen. In die Spielbank von Melbourne. Hier darf man ab 18 am
Glücksspiel teilnehmen, aber eigentlich sind dort zu 80%
Rentner zu finden. Ich habe noch nie soviele alte Menschen auf einem
Haufen gesehen. Dabei sitzen die Männer eigentlich nur an der
Bar, um 12 Uhr mittags, während ihre tattrigen Ehefrauen mit
ihrer letzten Lebenskraft die einarmigen Banditen bedienen und ihre
Rente, sowie Lebensversicherung verprassen.
Doch, wenn die einen an der Bar sitzen
und die anderen sich am einarmigen Banditen versuchen, wer ist dann
an den Roulette- und Black Jack-Tischen? Das kann ich euch sagen: die
Asiaten. Ob Croupier oder Spieler, an diesen Tischen sitzen fast
ausschliesslich Japaner und evtl ein paar Betrunkene, die Geld für
die Bar benötigen. Ich wollte gerne einsteigen, aber ich musste
mich erst mit dieser bizarren Szenerie aus Little China abfinden.
Doch das nächste Mal wird sich entscheiden, ob ich Economy oder
Business Class zurückfliege.
Allerdings erstmal muss ich mein Geld
raushauen, und das habe ich nicht geschafft. Fest überzeugt, das
Formel Eins Rennen in 3 Wochen zu besuchen bin ich losgezogen, aber
habe keinen Ticketshop gefunden. Nur die blöden Commonwealth
Games, die nächste Woche hier stattfinden, werden supportet.
Obwohl die eigentlich niemanden interessieren, wie mir öfters
gesagt wurde. Die müssen so das Arschlochpendant zu den
Olympischen Spielen sein. Eigentlich will die niemand haben, aber als
gefragt wurde, wer sie haben will, müssen wohl die anderen
Staaten einen Schritt zurückgetreten sein. Naja, muss ich mich
mal online erkundigen. Hoffe mal, ich bekomme noch Karten.
Ansonsten muss ich mein Geld in einen
Flug nach Sidney stecken, wo Lyn mit mir nächste Woche hin will.
Ihr Mann hat dort ein Appartement im Hafen und hat mich eingeladen.
Eigentlich eine ganz nette Sache, wenn ich das Wochenende überlebe.
Wie schon gesagt, werde ich in dieses Strandhaus fahren. Allerdings
habe ich heute erfahren, das Lyns 7-jährige Zwillingstöchter,
sowie die beiden Töchter ihres Mannes dabei sein werden. Das
heisst, ich werde 4 Kinder um mich haben. Jeder, der mich kennt,
weiss, wie lustig das werden kann, wenn ich mit Kindern zu tun habe.
Lassen wir es auf uns zu kommen,
deshalb... nicht umschalten,
weiterlesen!
André 2.5 ;)

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9.03.2006 - Der 1. wirkliche Tag |
Guten Morgen, welches Klischee über Australienhat sich gestern für mich bewahrheitet? Richtig,dass
allessehr weit ist! Als ich zum nahegelegenen Shopping Center laufen
wollte, war ich fast 2 Stunden unterwegs, zugegebenermaßen kanns auch
daran gelegen haben, dass ich mich um die 10-12 mal verlaufen habe und
eigentlich keinen Schimmer hatte, wo ich hinmusste. Da ich nie beiden
Pfadfindern war, konnte ich noch nicht mal die Himmelsrichtungen
herausfinden. Muss ich unbedingt nachholen,wenn ich wieder da bin. Nunja,
das Wandern hatte sich dennoch gelohnt, denn in der Mall fand ich eine
Filiale von „Jack's Jack“. Eine Bekleidungskette, die es mir aufgrund
ihrer Werbung angetan hatte:
4 coole Jugendliche sind in einer alten Lagerhalle und haben eine
Hose von Jack's Jack, sowie ein Faß mit flüßigem Nitrogen,
Schutzbrillen und was man noch so braucht um hochwissenschaftliche
Tests durchzuführen. Sie tauchen die Hose in das Faß, die Hose
gefriert, sie schmeissen sie zu Boden, und sie zerbricht in lauter
kleine Scherben. Die 4 Jugendlichen freuen sich, springen in die Luft
und rufen: „Mission completed“. Nun wird der Preis von 39 Dollar
eingeblendet, das Logo von „Jack'Jack“ und der super Slogan, der die
Freude der Teenager erklärt:„It's not a rocket science“. Toll, oder?
Möchte gerne wissen, auf was die Autoren dieser Werbung waren. Cannabis
ist hierauch verboten oder? Dass
ich aber hier nicht nur planlos durch die Gegend laufe und den ganzen
Tag TV schaue, sondern auch was lerne für die Uni, hat Rudolf zu
verschulden. Nachdem ich ihm erklärt habe, was ich überhaupt studiere,
brachte er mir sämtliche Bücher über ERP, Supply Chain Management,
E-Purchasing, und was es nicht alles gibt. Dazu hat er mir aus seinem
Job erzählt, in dem er wohl Wirtschaftsinformatiker war. So, habe ich
eine 2-stündige Brise über Wirtschaftsinformatik erfahren, was gar
nicht so uninteressant war, wie es klingt. Ich bin jetzt gerüstet, die
Nachholklausur kann nun kommen. Ansonstenhat
mich der Jet-Lag wieder zeitig dahingerafft, aber die neuen Folgen der
Simpsons und OC konnte ich gerade noch mitnehmen. So, weit so gut, jetzt geht’s gleich nach Melbourne. Auf Wiederlesen, André
P.S.: Ich habe eine richtig gute Geschäftsidee, allerdings bräuchte ich einen Flughafen und eine Fluggesellschaft dafür...

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7.03.2006 - G'day |
Hallo da draussen,
nachdem etwas stressigen Flug nach Dubai, bin ich nun seit guten 24 Stunden hier in Australien.
Der zweite Flug mit Emirates war schon um einiges besser: Hatte einen
Touchscreen und konnte nun alle Filme, die nach Dubai verpasst hatte
schauen. Plus 3 Folgen King of Queens, Simpsons, Joey, Friend, CSI etc
und weitere Filme. Kam daher auch nicht so richtig zum schlafen, aber
habe jetzt ein ordentlich aufpoliertes Filmwissen. Weiterhin hat mich
meine gutaussehende Siznachbarin aus Frankreich, ausser die Zaehne, die
waren die Hoelle, wachgehalten, mit der ich mich angeregt unterhalten
habe :) .
Nun gut, als ich gelandet bin und hier nach Frankston kam, 50 Kilometer
suedlich von Melbourne, wurde ich erstmal ordentlich bekocht. Nach
einer netten Plauderrunde gings auf eine Erkundungsfahrt hier durch die
Umgebung und zu Lyn, meiner Grosscousine oder so, die mit mir am
Wochenende in ihr Strandhaus faehrt um mir dort surfen beizubringen.
yeeehaa! Danach gings nochmal kurz in die Innenstadt und ans Meer.
Allgemein kann ich noch nicht allzuviel sagen ueber Australien, da mich
Schlafmangel und Jet-Lag gestern Nachmittag in einen 16 stuendingen
Dornroeschenschlaf versetzt haben.
So, nun geht's an den Strand joggen und dann im Fitnessraum hier trainieren. Watch out for Andr 3.0 :)
In diesem Sinne,
stay tuned
P.S. Wenn mein Laptop endlich angeschlossen ist, gibts auch Bilder und
einen liebevolleren Bericht, denn diese englische und PC-Tastatur
bringt mich noch um.
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5.03.2006 - Zwischenstopp |
Guten Morgen,
so, habs endlich geschafft und bin in Dubai sicher angekommen. Der
erste Flug war schonmal ziemlich gut, wenn man von einigen kleinen
Faktoren absieht. Nachdem ich mir schon vor dem Start in der
Programmzeitung einen TV-Plan für die nächsten 6 Stunden zurechtgelegt
hatte, musste ich dann leider feststellen, dass ausgerechnet an meinem
Platz der Kopfhörerausgang kaputt war. Die wirklichen netten
Stewardessen haben mir zwar immer wieder versichert, dass sie sofort
nach einer Lösung suchen werden, ich habe sie aber seit dem nie wieder
gesehen. Naja, während alles um mich rum "Walk the line",
"Elizabethtown" und "Doom" geschaut hat, konnte ich mich mit einer
überaus lustigen arabischen Komödie mit Untertiteln vergnügen. Als ich
dann schlafen wollte, während der Rest des Flugzeuges sich dem Kino
hingab, hatte das Baby auf dem Platz neben mir so ein perfektes Timing,
immer dann anzufangen zu schreien, wenn ich kurz vorm Einschlafen war.
Naja, soweit so gut... man, hier sind 27 Grad und wir haben gerade erst
10 nach 7. Bin im absoluten Hitzeschock!
So, das war dann erstmal aus dem "Costa Café" (Espresso, 4 Dollar).
Hier noch ein kleiner Blick auf die Wartehalle, leider mit einer Alkoholikerhand geschossen....

Ich werde mich dann mal hier wieder umschauen gehen,
bis demnächst,
André
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4.03.2006 - Time to leave |
Der Wintereinbruch in letzten beiden Tagen
hat mir nochmal bewusst gemacht, dass es jetzt Zeit wird hier
abzuhauen. Eigentlich sollte ja der Fühling endlich mal vorbeischauen,
aber NEEEEEIIIIN, es muss nochmal die "heftigsten Schneefälle in den
letzten 15 Jahren" (Main-Echo) geben, wo man sich von A nach B durch
Schneemassen kämpfen muss und muss befürchten Yeti über den Weg zu
laufen.
Aber alles halb so wild, denn ich habe mich schonmal erkundigt,
in Melbourne werden traumhafte 31 Grad im Schatten auf mich warten.
Und in 2 Stunden geht's los! ARRRIBA!! Erst mit dem Zug zum Flughafen, dann gen Süden!
Sachen sind alle gepackt, Reisefieber steigt, iPod ist geladen, es kann losgehen!
Werde mich melden, sobald es die Möglichkeit gibt,
in diesem Sinne: Stay tuned!
André
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22.02.2006 - Vorbereitung |
Guten Abend allerseits, so, dieser Blog lebt wirklich, versprochen!! Ohne Wenn-und-Aber! Ich
befinde mich gerade in der Vorbereitung für Australien. Nachdem ich
endlich meine Tickets Richtung Melbourne über Dubai mit
"EmiratesAirline" in meinen Hände halte, kann ich mich im Moment
nur noch über meine verpatzte Wirtschaftsinformatikprüfung ärgern. Durchgefallen, nochmal schreiben. Naja, dumm gelaufen.
Gehe mich jetzt aufheitern mit Ipod, Marie und Annabellé

Gute Nacht, andré
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17.02.2006 - Eröffnung des Blogs |
Sehr geehrte Damen und Herrn, hierwerden Sie ab dem 5. März 2006 meine täglichen Abenteuer in Melbourne nachlesen können. Bis dahin wünsche ich Ihnen Geduld.
André
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Über mich
Reisetagebuch des André R.
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